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Aus Alt mach Neu oder auch "Projekt Bauernbett"
Aja
Hier gibt es viele Sachen zu entdecken. Ich bin hier aufgewachsen und kann mich nicht mehr an die ganzen alten Möbel der Vorbesitzer erinnern, aber ich finde immer wieder neue Dinge. Mama und Papa sagen, dass sie ganz viele Möbel und das gesamte Inventar der Vorbesitzer weggebracht haben, weil sie es scheußlich fanden. Ein paar echte alte Dinge sind aber übrig geblieben. Zum Beispiel haben wir eine alte Mühle, mit der früher das Korn gemahlen wurde, einen ganz großen Blasebalg auf dem Stalldachboden und im unteren Teil so einen Tisch auf dem geschmiedet wurde. Und dann gibt es da noch dieses Bett. Ich wusste bis vor Kurzem nicht, dass es ein Bett ist, bis Mama und Papa mir die zwei langen und zwei breiten Bretter, die an der Wand in der Scheune stehen, erklärt haben. Ich bin jetzt schon groß und Papa hat mir ein größeres Bett versprochen und mir gesagt, dass wir es eigentlich schon haben. Mama wollte das Bett aber erst noch streichen, bevor es in mein Kinderzimmer kommt. Kater Max hat es heute als Klettergelegenheit genutzt als ich mit Papa in die Scheune gekommen bin, um es abzuholen, und mein Esel hat auch kurz vorbeigeschaut. Mal sehen, was Mama daraus macht und wie es dann in meinem Zimmer seinen Platz findet. Ich glaube dafür muss ich erstmal aufräumen. Und dann möchte ich in meinem Bett schlafen und Schäfchen zählen.
Julia
Das alte Bett hat schon einige Generationen und Anstriche über sich ergehen lassen müssen. Farbschichten abzubrennen, beizen und schleifen gehört überhaupt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Aber das Ergebnis aufgearbeiteter alter Möbel entschädigt dafür immer. Neu aufgearbeitete alte Möbel haben so viel mehr Charme als viele neu gekaufte Billigmöbel. Die guten Designermöbel, für die ich schwach würde, kann ich mir eh nicht leisten.
Nach den Vorarbeiten ging es an die Farbwahl. Farbe passt hier nicht, finde ich. Solch ein Bett muss cremefarbig sein. Das Bett hat im Laufe seines Lebens schon mehrere grüne, einen schwarzen und einen hellen Anstrich gesehen. Der letzte Anstrich war eierschalenfarben und glänzend. Glanz muss nicht sein, deshalb wählte ich Remmers Eco Ölfarbe in cremeweiß und matt aus. Die Verarbeitungsbedingungen ließen erfreuliche mindestens 5 Grad Umgebungstemperatur zu. Für eine kleines Bett nicht so relevant, da ich das ja locker in beheizter Umgebung bearbeiten kann. Wenn ich aber an die vielen Projekte außen von Scheunentor über Haustür bis hin zu Holzfenstern denke, lässt der Temperaturbereich von 5- 25 Grad einen Anstrich an vielen Tagen im Jahr zu. Nach dem ersten Anstrich habe ich die Bretter über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag den Zweitanstrich aufgetragen. Mühe mit Tropfen hatte ich überhaupt nicht, die Farbe musste jedoch recht schnell verarbeitet werden; ich hatte das Gefühl sie trocknet schnell. Nach zwei dünnen Anstrichen sah das Holz ganz nach meinen Vorstellungen aus. Den Pinsel habe ich, wie es in der Anleitung steht, mit Wasser und Spülmittel gereinigt und auch die Farbe ging von den Fingern mit Wasser und Seife sofort ab. Mehr Mühe hatte ich mit meinem haarenden Pinsel. Das würde einem Profi nicht passieren….




